Graveyard of Honor

Graveyard of Honor

Japan 2002. Farbe. 131 Minuten.

Japanisch mit deutschen Untertiteln.

Regie: MIIKE Takashi.

Drehbuch: SHIGENORI Takeshi.

Originalvorlage: FUJITA Goro.

Kamera: YAMAMOTO Hideo.

Besetzung: KISHITANI Goro, ARIMORI Narimi, MIKI Ryosuke, YAMASHIRO Shingo.

Produktion: Daiei Co. Ltd.

Verleih: rapideyemovies.


MIIKE Takashi, geboren 1960 in Osaka, drehte seit seinem Debut Lady Hunter: Koroshi no Prelude (1991) fast 40 Filme, teils bis zu acht pro Jahr. In Deutschland wurde er vor allem durch Audition bekannt. MIIKES Gesamtwerk umfasst alle erdenklichen Genres und könnte sprunghafter nicht sein, vom Soft-Porno über sozialkritische und -satirische Filme bis zu Horrorthrillern, darunter Fudoh: The New Generations (1996), Rainy Dog (1997), The Bird People in China (1998), DOA / Dead or Alive (1999), Audition (1999), Hyoryu gai / The City of Lost Souls (2000), The Guys from Paradise (2000), Dead or Alive II (2000), Family (2001), Visitor Q (2001) (3. Festival des Neuen Japanischen Films 2001), Koroshiya ichi / Ichi the Killer (2001), Dead or Alive - Final (2001) Araburu Tamashii tachi / Agitator (2001), Jitsuroku Ando Noboru Outlaw-den: Rekka / Rekka: Deadly Outlaw (2002), Shangri-La (2002), Sabu (2002).

Graveyard of Honor

ISHIMATSU jobbt als Tellerwäscher in einem von Yakuza-Mitgliedern frequentierten Restaurant. Er ergreift die Gunst der Stunde, als ein Auftragskiller (Regisseur MIIKE Takashi) das Lokal betritt und eine unkontrollierte Schießerei entfacht. Panik bricht aus. ISHIMATSU, in einer unerschütterlich gelassenen Geste, ergreift einen Barhocker und lässt selbigen auf dem Schädel des Killers krachend niedersausen. Eine vielversprechende Yakuza-Karriere beginnt. Rasant klettert er die Erfolgsleiter der japanischen Unterwelt hinauf. Respektlos und keiner Autorität blind ergeben handelt er sich bald mehr Probleme ein, als er gewaltsam lösen kann. Durch ein unglückliches Missverständnis - ISHIMATSU sieht sich um seinen Lohn betrogen - findet der Yakuza-Boss ein unsägliches Ende. ISHIMATSU wird aus der Gang ausgestoßen. Zum Tode verurteilt geht er frei von Angst, scheinbar unverwundbar, seinem Ende entgegen. Auf seinem letzten Gang bleibt er nicht allein.

Voller Spannung wurde MIIKE Takashis Remake von FUKASAKU Kinjis Klassiker aus dem Jahr 1975 erwartet. MIIKE verlegt die Geschichte vom blutigen Sturz eines Yakuza aus der Nachkriegszeit in den Übergang der 80er in die 90er, vor dem Hintergrund des wirtschaftlichen Niedergangs und schwerer sozialer Unruhen in Japan. Diese Aktualisierung macht den Film zu viel mehr als einem Remake. Ishimatsu ist nicht nur ein Produkt des Chaos und der Unsicherheit der Gesellschaft, in der er lebt, er ist die Verkörperung eines Landes in Aufruhr.



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