Die Geschichte von PuPu

Die Geschichte von PuPu

PuPu NO MONOGATARI

Japan 1998.

Regie & Buch: WATANABE Kensaku.

Kamera: MURAISHI Naoto.

Musik: MIYAKE June.

Besetzung: UEHARA Sakura, MATSUO Reiko, YAMANAKA Rei, HARADA Yoshio, KUNIMURA June, SUZUKI Seijun.

35mm. Farbe. 73 Minuten. Japanisch mit deutschen Untertiteln.

 

WATANABE Kensaku, geboren 1970, begann seine Arbeit in der Filmbranche im Alter von 19 Jahren als Regieassistent bei SUZUKI Seijuns Film Yumeji. Von der Arbeit SUZUKIS beeindruckt, arbeitete er noch viele Jahre mit ihm zusammen. PuPu no monogatari ist sein Spielfilmdebüt, in dem SUZUKI übrigens einen kleinen Gastauftritt absolviert.

Die Geschichte von PuPu

Lauf, Fu-chan, lauf!“ ruft Suzu ihrer Freundin zu, und los geht die irrwitzige Reise der beiden jungen Frauen. Ihr Ziel: das Grab von PuPu, einem Comic-Ferkel, das von einem Hofhund zerfleischt wurde. Eigentlich sehen sie harmlos aus, die verspielte und flatterhafte Suzu und die ernste Fu, die so sehr möchte, dass Suzu sie wirklich liebt. „Ich glaube, sie mag Blau, weil Blut so gut darauf aussieht“, sagt Fu über Suzu. Und Blut bekommen die beiden zur Genüge zu sehen. Wer sich ihnen auf ihrer Reise in den Weg stellt, hat schlechte Karten: zwei Jungs, die sich an sie heranmachen wollen, ein Profi-Golfer, der sie mit einem blauen Cabriolet mitnimmt, ein schwules Pärchen auf der Suche nach seinem Baby und auch Kijima. Kijima lebt mit Frau und Kind ein ganz normales Leben, doch er hat ein dunkles Geheimnis, in dem Suzu eine entscheidende Rolle spielt. Er ist bereit, alles zu unternehmen, damit das Geheimnis im Dunkeln bleibt und stellt die beiden zum Showdown. Doch da ist zum Glück noch Trunkman, ein Superheld, der im Kofferraum des Cabrios residiert und Suzu und Fu schon oft aus aussichtsloser Lage gerettet hat...

WATANABE Kensakus Regiedebüt ist ein Road-Movie als Comic-Strip inszeniert, mit knalligen Farben, stilisierten Bildern und abgedrehten Figuren. Ein Film über zwei unzertrennliche Freundinnen, die erst schießen und dann Fragen stellen. „Wohin gehen wir jetzt, Fu?“ fragt Suzu. „Fürs erste mal geradeaus!“.

(Katalog des 50. Internationalen Filmfestivals Mannheim-Heidelberg)

 

WATANABE Kensakus Film ist Märchen und Road-Movie. Zwei junge Frauen, Fu und Suzu, spazieren eine einsame Landstraße entlang. Auf ihrer Reise treffen sie einen Golfspieler, ein schwules Pärchen und einen blinden Profikiller. In diesen Wirrungen versucht Fu Suzu von ihrer Liebe zu überzeugen und sie zu beschützen. Doch es gelingt ihr nicht. Stattdessen taucht in allen gefährlichen Situationen Trunkman als rettender Held auf, in den sich Suzu anfangs zu verlieben scheint. In die zarte Verbindung zwischen den beiden Frauen bricht immer wieder unverhofft brutalste Gewalt ein, die jedoch nie aufgelöst, sondern ins Absurde übersteigert wird. Damit löst sich WATANABE von den klassischen Vorgaben des Road-Movies und demontiert den männlichen Helden als Comicfigur.



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