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Gururi no koto
Kanao und Shoko sind ein ungewöhnliches Paar: Er ist ein lebensfroher, lockerer Schuster, der gerne mit seinen Kundinnen flirtet. Sie ist eine dominante Verlagsangestellte, die ihr Leben durchplant und sogar die Tage im Kalender markiert, an denen sie Sex haben sollten. Auch wenn sich die beiden nicht gerade leidenschaftlich lieben, soll ein Baby ihre Beziehung krönen. Das Mädchen stirbt jedoch kurz nach der Geburt. Für das junge Ehepaar beginnt eine schwere Zeit.
Während Kanao nun als Gerichtszeichner mit Aufsehen erregenden Prozessen und dem gesellschaftlichen Wertewandel konfrontiert wird, versinkt Shoko immer mehr in Depressionen. Kanao bemüht sich zwar mit einer Engelsgeduld Shoko beizustehen, doch sie entzieht sich ihm immer mehr.
Die anschließende Aufarbeitung der Depression wirkt technisch wie emotional stimmig. Die kurzen Lichtblicke und die sich darum herum immer stärker ausweitende Resignation, der Rückzug aus dem Leben, das Konzentrieren auf das Schlechte, das zwanghafte Relativieren alles Schönen.
Die schauspielerischen Leistungen sind hervorragend und nie ganz frei von Schalk, die Inszenierung auf großartige Weise subtil. Ein schöner, nahezu optimistischer Film.
HASHIGUCHI Ryosuke, geboren 1962 in Nagasaki, drehte bereits in der Highschool Super 8-Filme. Nach einem Filmstudium in Osaka arbeitete er als Regisseur für Fernseh- und Videoproduktionen. Mit seinem ersten Spielfilm A Secret Evening (1989) gewann er den großen Preis des Pia Filmfestivals. Weitere Filme: A Touch of Fever (1993), Like Grains of Sand (1995), Hush! (2001).

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